Darabos: Erster Schritt von der "Gießkanne" zur "modernen Sportförderung"
Es ist nun erstmals möglich, flexibel auf die Bedürfnisse des Organisierten Sports zu reagieren und erfolgreiche Verbände, Vereine, Sportveranstaltungen und SportlerInnen gezielter zu fördern.
"Es geht um die Unterstützung jener im Sport, denen aufgrund der Wirtschaftskrise Sponsoren plötzlich abspringen und Gelder wegbrechen. Es geht aber auch um zielgerichtete Unterstützung für den Spitzensport, wie der Beschickung von internationalen Großsportveranstaltungen durch erfolgreiche Sportfachverbände. Der Österreichische Schwimmverband beispielsweise hat es mittlerweile geschafft, dass sich rund 20 Sportlerinnen und Sportler für die Weltmeisterschaften im Juli in Rom qualifizieren werden und das ist mit hohen Reisekosten verbunden", so Darabos.
Nach dem bestehenden Verteilerschlüssel bekommt der Schwimmverband heuer 59.000 Euro weniger als im Jahr 2008. So geht es auch etlichen anderen erfolgreichen Verbänden, wie dem Judoverband, dem Segelverband, dem Kanuverband oder dem Tischtennisverband.
Kern der Richtlinien zu § 11a, die der Sportminister in den nächsten Tagen erlassen wird, sind die so genannten "Evaluierungs- und Perspektivengespräche". Gemeinsam mit der Bundes-Sportorganisation (BSO) wird das Sportministerium mit allen Dach-, Fach- und Behindertensportverbänden Einzelgespräche führen. Zudem sollen zusätzliche Mittel für die NADA für Anti-Doping-Maßnahmen bereit gestellt werden.
Das nun geschaffene Übergangsrecht ist ein erster Schritt zu der im Regierungsprogramm fixierten großen Bundes-Sportförderreform. Darabos: "Ich werde diese Reform gemeinsam mit allen Akteuren im Sport partnerschaftlich erarbeiten, damit wir dem Sport ab 1.1.2011 ein neues, zeitgemäßes Bundes-Sportförderungsgesetz als professionelle Basis seiner Arbeit bieten können."
23.04.2009 13:59