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Gemeinden fit machen: Pilotprojekt im Burgenland gestartet

Burgenland ist mit dem Projekt "60/40 - eine Kampagne für mehr Bewegung" Vorreiter bei der Bewegungsaktivierung auf Gemeindeebene.

Sieben Gemeinden im Burgenland werden in den kommenden drei Jahren zu "Ziel 1"-Gemeinden für mehr Bewegung. Das vom Sportministerium finanzierte Projekt der ASKÖ Burgenland hat Vorbildcharakter für ganz Österreich.  Sportminister Mag. Norbert Darabos und ASKÖ-Präsident KO Christian Illedits präsentierten heute im Rahmen einer Pressekonferenz das Projekt.

Die Zahl der Sportausübenden stagniert in Österreich in den letzten Jahren auf niedrigem Niveau. Das Sportministerium und die ASKÖ Burgenland sagen dem Bewegungsmangel den Kampf an. Die Idee: Über den landesweit organisierten Dachverband sollen die Bewegungsangebote auf Gemeindeebene  bedarfsorientiert ausgerichtet werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Erfassung der Bedürfnisse der Bevölkerung und die Vernetzung mit dem lokalen Potential. Die ASKÖ Burgenland stellt den Gemeinden mit ihrem Know-How und dem starken Vereinsnetz im ganzen Burgenland die dafür nötige Basis zur Verfügung. Das Ziel des Projektes: In drei Jahren sollen landesweit sieben Bewegungs-Mustergemeinden etabliert werden. Das Projekt 60/40 kann bei Bedarf nachhaltig in allen Gemeinden des Burgenlandes angeboten werden und in der Folge in allen Gemeinden Österreichs.

>> 60/40 soll zur Bewegung in den Gemeinden animieren
Die Basis für "60/40-Kampagne für mehr Bewegung" ist die vom Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen beauftragte und von Prof. Othmar Weiß im Jahr 2000 durchgeführte Studie der BSO (Österreichische Bundes- Sportorganisation)  "Sport und Gesundheit". Gemäß der Studie bewegen sich nur 40 % der österreichischen Bevölkerung regelmäßig mindestens ein Mal pro Woche, 60 %  bewegen sich nicht. Regelmäßige Bewegung senkt das Risiko zu erkranken und erspart der Volkswirtschaft Kosten in der Höhe von 265 Millionen Euro pro Jahr. Zudem erfüllt regelmäßige Bewegung wichtige Funktionen im Hinblick auf Werte- und Sinnvermittlung sowie Selbstbestätigung. Die gemeinsame Bewegung mit Gleichgesinnten erfüllt auch eine grundlegende soziale Funktion. Regelmäßige Bewegung erhöht somit die Lebensqualität in vielen Bereichen der Gesellschaft.

"Bei diesem einzigartigen Projekt steht die Erhöhung der Selbstverantwortung und Motivation des Einzelnen im Hinblick auf gesundheitsfördernde, körperliche Aktivitäten im Mittelpunkt. Die ASKÖ, Landesverband Burgenland als Projektträger, übernimmt organisatorische und inhaltliche Aufgaben zur Umsetzung der Kampagne und unterstützt somit die teilnehmenden Gemeinden", skizziert  ASKÖ-Präsident KO Christian Illedits den Ablauf des Projekts. Die Aufgaben der Gemeinden liegen vor allem bei der Unterstützung auf organisatorischer Ebene - im Bereich der Infrastruktur, möglicher Ansprechpartner bzw. gemeinsamer Aktionen. Nach erfolgter Durchführung werden die erreichten Ergebnisse und die gewonnenen Erfahrungen erhoben und in Form eines Berichtes dokumentiert. Die Zielgruppe sind jeweils die Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger. Der Start von "60/40 - Kampagne für mehr Bewegung" erfolgt in der Marktgemeinde Rechnitz.

>> Minister Darabos: Initiative der ASKÖ österreichweit Pionierprojekt
Das Projekt wird vom Sportministerium getragen und finanziert. Sportminister Norbert Darabos begrüßt das Projekt, das österreichweit ein Pionierprojekt darstellt: "Ein erfolgreiches Engagement für mehr Bewegung setzt einen möglichst breiten Schulterschluss voraus. Der organisierte Vereinssport muss mit dem Gesundheitssektor, dem Bildungssektor und nicht zuletzt den Gemeinden vernetzt werden. Die ASKÖ Burgenland hat als erster Dachverband den Weg beschritten, Bewegung systematisch auf Gemeindeebene zu stärken." Die Einbindung der Gemeinden in den Ausbau von Bewegungsangeboten ist ein zeitgemäßer Ansatz: Auch die WHO (Welt-Gesundheitsorganisation) empfiehlt, besonders auf Gemeindeebene Akzente für mehr Bewegung zu setzen.

>> "Kinder gesund bewegen": 20.000 Kinder im Burgenland erreicht
Neben dem Pilotprojekt im Burgenland wurden im letzten Jahr unter der Federführung von Sportminister Mag. Norbert Darabos auch Brücken zur Schule und zum Gesundheitssektor geschlagen. Mehr Bewegung für unsere Kinder - das ist das Ziel der von Sportminister Darabos und der BSO in diesem Jahr ins Leben gerufenen Initiative "Kinder gesund bewegen".  Seit vergangenem Herbst unterstützt das Sportministerium Kooperationen zwischen den Sport-Dachverbänden und Kindergärten und Schulen um dem zunehmenden Bewegungsmangel von Kindern entgegen zu wirken. 

"Bewegungsmangel beeinflusst die Gesundheit unserer Kinder negativ, Übergewicht und Haltungsschäden sind oft die Folge. Bewegung, Spiel und Sport können einen unverzichtbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentfaltung von Kindern leisten, entsprechen den unmittelbaren Bedürfnissen und sind notwendig für ihre körperliche Entwicklung und Leistungsfähigkeit. Ich stelle deshalb in diesem Jahr rund zwei Millionen Euro für die Kooperation zwischen Schulen, Kindergärten und Sportvereinen zur Verfügung", so Sportminister Darabos. Auch hier sei das Burgenland ein Vorreiter, erläutert ASKÖ-Präsident Illedits: "Im Jahr 2009 konnten über die Initiative "Kinder gesund bewegen" bei fast 500 Einsätze von über 20 TrainerInnen bei 1500 Bewegungseinheiten mehr als 20.000 Kinder im Kindergarten und Volksschulalter bewegt werden. Auch heuer wird die Aktion weitergeführt und die Nachhaltigkeit mit den Kindergärten und Volksschulen intensiviert."

Darabos_Illedits
28.01.2010 13:19

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