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EU-Sportdirektorenkonferenz in Prag vom 27.04-29.04.2009

Vom 27.04-29.04.2009 fand in Prag die EU-Sportdirektorenkonferenz statt. Das Sportministerium war durch Mag. Harald Treiber vertreten.

In ihrem Bericht hielt die EU-Kommission einleitend fest, dass die Wirtschaftskrise auch den Bereich des Sports erfasst hat, dass dies aber auch als Chance gesehen werden muss, nachdem der Sport mit seinem weiten ökonomischen Aspekt auch ein Wirtschaftsmotor ist.

Durch einen Beschluss des EU- Parlament wird für den Sport ein eigenes Budget zur Verfügung gestellt. Zum EU-Weißbuch bemerkte die EU-Kommission, dass 2/3 der Aktionen im Pierre de Coubertin Aktionsplan bereits angelaufen sind. Zu den EU-Leitlinien für körperliche Aktivität hielt die Kommission fest, dass die Leitlinien dem EU-Gesundheitsministerrat vorgelegt wurden und in den EU-Mitgliedstaaten in die Praxis umgesetzt werden sollen.

Seitens der EU-Kommission wurde eine Reihe von Studien über die Aktivitäten der Spieleragenten in Europa, ebenso über die Regulierung der Wetten und der Finanzierung des Breitensports in Auftrag gegeben. Wichtigstes Anliegen der EU-Kommission ist selbstverständliche die Ratifizierung des Lissabonner Vertrages. Die EU-Kommission stellte zum Thema 6+5 Regelung wiederum fest, dass diese Regelung mit dem EU-Recht unvereinbar sei und auch der EUGH Rechtssprechung widerspreche.

Ausdrücklich begrüßt wurde der strukturierte Dialog zwischen der olympischen Bewegung und der Sportbewegung. Das nächste Sportforum findet in Spanien im Frühjahr 2010 statt.

Die EU-Kommission berichtete weiters über die weiteren Fortschritte der EU-Arbeitsgruppe "Sport und Ökonomie" unter der fachlichen Expertise von Österreich durch SpEA. Österreich wird als erster EU-Mitgliedstaat ein methodologisches Papier vorlegen.

Auf Vorschlag der EU-Kommission wurde eine EU-Arbeitsgruppe zum Thema " Education, Training, Qualification  "- insbesondere die duale Ausbildung von Sportlerinnen und Sportlern-eingerichtet, in der Österreich vertreten sein wird.

Die Hauptthemen der Tschechischen EU-Ratspräsidentschaft waren die Autonomie des Sports und die Freiwilligenarbeit im Bereich des Sports.

Zur Autonomie des Sports haben die europäischen Verbände einen Forderungskatalog (mit 16 Forderungen) für die Definition der Autonomie des Sports aufgestellt. Zur "Freiwilligenarbeit in Europa" wurde empfohlen, non profit organisations durch Steuernachlässe, administrative Erleichterungen und Solidaritätsmechanismen zu unterstützen. Gefordert wurde die Anerkennung der spezifischen Merkmale und des wirtschaftlichen Effekts des Ehrensamts im Sport. 2011 wird das EU-Jahr der Ehrenamtlichkeit im Sport ausgerufen.

Die nächste Sportdirektorenkonferenz findet unter schwedischem Ratsvorsitz vom 30.September-02. Oktober 2009 in Solna bei Stockhom statt.

Mag. Harald Treiber bei der EU-Sportdirektorenkonferenz 


Mag. Harald Treiber