Top Sport Austria - das Spitzensportförderungsprogramm des Sportministeriums
Sportliche Höchstleistungen sind keine Zufallsprodukte, sondern Ergebnis eines konkret geplanten Prozesses. Um bei Groß-Sportveranstaltungen erfolgreich zu sein, ist es notwendig, einerseits leistungssportgerechte Strukturen zur Verfügung zu stellen und andererseits qualifizierte Athleten *) in komplexe Spitzensportförderungsprogramme zu integrieren.
In den Neunzigerjahren konnten sich bei internationalen Sommersportveranstaltungen sozioökonomisch zu Österreich vergleichbare Staaten hinsichtlich Medaillenbilanz eklatant besser platzieren. Die Ursachen hiefür liegen vermutlich grundsätzlich in der österreichischen Sportstruktur und im vielschichtigen Sportförderungssystem.
Unter dem Aspekt, dass Leistungssport nicht zuletzt durch seine mediale Wirksamkeit eine Visitkarte eines Landes und somit einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellt und darüber hinaus ideelle Werte wie Teamgeist, Fairness und Leistungsbereitschaft transportiert, wurde das Konzept TOP SPORT AUSTRIA (TSA) entwickelt. Hiebei dienen Förderungsmittel im Sinne einer Zentralisierung der Sportförderung nicht zur Basisfinanzierung von Bundes-Fachverbänden, sondern ausschließlich der Umsetzung von athletenspezifischen Spitzensportprojekten.
Die Medaillenbilanz der vergangenen Olympischen Spiele bestätigt die Korrektheit des seit 2002 durch TOP SPORT AUSTRIA eingeschlagenen Weges, nämlich leistungssportspezifische Zielsetzungen transparent mit nachvollziehbaren Kriterien und strikten Vorgaben zu verfolgen. Heimische Athleten haben den Anschluss an das internationale Leistungssportniveau wiederhergestellt, erzielen kontinuierlich sportliche Höchstleistungen und erringen bei internationalen Groß-Sportveranstaltungen vermehrt Medaillen.
*) Der Begriff "Athlet" steht sowohl für Spitzensportlerinnen als auch für Spitzensportler und wird aus Gründen der Textstringenz verwendet!