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Darabos und Schmied: Fünf-Punkte-Paket für mehr Sport und Bewegung in der Schule

Mit einem Maßnahmenpaket für mehr Sport in der Schule setzen Sportminister Norbert Darabos und Unterrichtsministerin Claudia Schmied einen wichtigen Schritt für mehr Sport und Bewegung für Kinder.

Fünf Punkte für mehr Bewegung in der Schule: Mit einem gemeinsamen Maßnahmenpaket sorgen Unterrichtsministerium (BMUKK) und Sportministerium (BMLVS) in den kommenden Jahren für eine bessere Verankerung des Sports im Schulalltag. Eine Qualitätsoffensive für den Sportunterricht im Volkschulbereich, eine Rahmenvereinbarung zur Einbindung des Organisierten Sports in den Schulalltag, ein Neustart der Schulsport-Bundesmeisterschaften, 2 Millionen Euro für Bewegungsmaßnahmen der Sport-Dachverbände in Volksschulen und Kindergärten, die stärkere Verankerung von Sportangeboten im Rahmen von ganztägigen Schulangeboten sowie die Schaffung einer Interministeriellen Arbeitsgruppe sind die Eckpunkte des Maßnahmenpakets, das Sportminister Norbert Darabos und Unterrichtsministerin Claudia Schmied am Montag im Haus des Sportes in Wien präsentierten. 
"Sport hat viele positive Wirkungen: Sport begeistert und ist vor allem für Kinder und Jugendliche eine sinnvolle Freizeitaktivität. Die regelmäßige sportliche Betätigung hat positive gesundheitliche Auswirkungen und kann zu einer bewussten Lebensweise beitragen", so Bildungsministerin Claudia Schmied. "Das Regierungsprogramm definiert Sport als Querschnittsmaterie.  Das Ziel, die Sportaktivität der Bevölkerung zu steigern, erreichen wir nur gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Bereichen", so Sportminister Norbert Darabos, der in der Kooperation mit dem Unterrichtsministerium einen wichtigen Schritt zu mehr Bewegung für Kinder sieht. "Wir haben mit diesem Maßnahmenpaket einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Das langfristige Ziel, Kindern täglich Bewegung im schulischen Umfeld zu ermöglichen, liegt sicher noch vor uns. Mit diesem Maßnahmenpaket haben wir aber schon jetzt mehr erreicht, als in den letzten Jahren in diesem Bereich passiert ist."

Fünf Punkte für mehr Bewegung in der Schule:

1. Einbindung des Vereinssports in den Schulalltag: Zwischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (Sportministerium) und die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) wurde eine Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Organisiertem Sport bei Angeboten von Bewegung, Spiel und Sport in österreichischen Schulen geschlossen. Sie wird in Zukunft die Grundlage für die Zusammenarbeit von Schulen und Sportorganisationen bilden.

 2. Qualitätsoffensive im Bewegungsunterricht an Volksschulen: Das Bildungsministerium forciert seine Bemühungen um den Bewegungsunterricht an Volksschulen. Mit dem Projekt "Gesund & Munter"  soll die Kompetenz für Lehrerinnen und Lehrer im Bereich "Bewegung und Sport" gesteigert werden und Anreize für mehr Bewegung im Schulalltag geschaffen werden. Nach einer erfolgreichen Pilotphase im Frühjahr geht das Projekt nun in den Regelbetrieb über und wird an allen Volksschulen bundesweit umgesetzt.

3. Zwei Millionen Euro für Kooperationen mit dem Vereinssport: Das Sportministerium stärkt mit der Initiative " Kinder gesund bewegen"  die Einbindung des Vereinssports in Volksschulen und Kindergärten. Im Zuge der Initiative werden den Sport-Dachverbänden über die bundesweite Bewegungsinitiative "Fit für Österreich" gezielt finanzielle Ressourcen für Bewegungsangebote in Kindergärten und Volksschulen zur Verfügung gestellt. In  Abstimmung mit der zuständigen Schulbehörde können Volksschulen dabei 10 Bewegungseinheiten pro Standort abrufen. Bundesweit wurden für diese Initiative vom Sportministerium rund 2 Millionen Euro aus Mitteln der Besonderen Bundes-Sportförderung zur Verfügung gestellt. Die Initiative ist im Herbst gestartet - bisher haben sich bundesweit rund 2000 Kindergärten und Volksschulen für eine Teilnahme angemeldet. Weitere Infos: www.kindergesundbewegen.at

4. Neustart für die Schulsport-Bundesmeisterschaften: In Zusammenarbeit mit den Sport-Fachverbänden sollen die österreichischen Bundesmeisterschaften der Schulsportbewerbe inhaltlich aufgewertet und besser präsentiert werden als bisher. Unter dem Titel "SCHUL OLYMPICS" werden die Fachverbände finanziell bei der Umsetzung der Bewerbe unterstützt, die jedes Jahr für alle Schularten ab der 5. Schulstufe stattfinden. Gleichzeitig wird die mediale Präsenz des Schulsports intensiviert werden. Auf Initiative des Unterrichtsministeriums wurde für die "SCHUL OLYMPICS" eine Sponsorkooperation mit den ÖBB geschlossen, die den für die jeweils jährlich ausgeschriebenen 10 "SCHUL OLYMPICS" - Bundesfinalveranstaltungen qualifizierten Teams die kostenlose An- und Rückreise mittels ÖBB SCHULcard ermöglicht.

5. Qualitatives und quantitatives Angebot in den neuen Formen der Ganztagsschule weiter ausbauen: Unterrichtsministerium und Sportministerium beabsichtigen, in enger Abstimmung mit den Pädagogischen Hochschulen und dem - in der BSO organisierten - Sport Modelle und Anreizsysteme für gemeinsame Betreuungsangebote von Schulen und Sportvereinen zu entwickeln. Das Ziel ist die Betreuung der Schülerinnen und Schüler nach pädagogisch und sportwissenschaftlich zeitgemäßen Standards. Eine entsprechende Finanzierung wird im Rahmen des Ausbaus der Ganztagsschulformen angestrebt.

Weitere Zusammenarbeit über Ressortgrenzen
Als Verbindung für nächste gemeinsame Schritte zwischen Sport und Schule wurde eine interministerielle Arbeitsgruppe "Sport & Jugend" eingerichtet, in der auch die oben genannten Maßnahmen koordiniert wurden. Diese Arbeitsgruppe soll in Zukunft als Plattform für den Informationsaustausch und die Abwicklung gemeinsamer Projekte und Maßnahmen dienen.

Langfristiges Ziel: täglich Bewegung in der Schule
Mit dem Maßnahmenpaket ist die Arbeit für mehr Bewegung in den Schulen aber noch nicht zu Ende. Vor allem die Realisierung der lange gewünschten "täglichen Bewegungseinheit" an allen Schulen bleibt ein wichtiges Ziel. Mit der zwischen Sportministerium, Unterrichtsministerium und Bundes-Sportorganisation geschlossenen Rahmenvereinbarung über die Kooperation zwischen Sport und Schule gibt es dafür erstmals einen verbindlichen rechtlichen Rahmen. "Bisher war die Einbindung von Sportvereinen in den Schulbetrieb nicht klar geregelt. Mit der gemeinsamen Rahmenvereinbarung haben wir jetzt eine Grundlage für einen langfristigen Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Sport und Schule", so Unterrichtsministerin Claudia Schmied, die in der Einbindung des Organisierten Sports eine Chance für die bessere Verankerung des Sports in der Schule sieht.  "Das Regierungsprogramm betont die Bedeutung der Einbeziehung des Organisierten Sports in den Schulalltag. Vor allem im Bereich der Tagesbetreuung und für die Realisierung einer "täglichen Bewegungseinheit" können Kooperationen mit dem Organisierten Sport einen wesentlichen Beitrag leisten."

Bundesminister Norbert Darabos und Bundesministerin Claudia Schmied
23.11.2009 11:36

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