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Sportförderung in Österreich grundlegend ändern!
Rechnungshof gibt Darabos Rückenwind für Förderreform; "Kritik des Rechnungshofes berechtigt"
Heute, Dienstag, veröffentlichte der Rechnungshof einen Bericht zur Sportförderung im Bund und in den Ländern Tirol und Oberösterreich (Berichtszeitraum 2005 bis 2007). Der Rechnungshof kritisiert dabei die wenig transparente Förderlandschaft, fehlende Abstimmung der Fördergeber und Überschneidungen in den Tätigkeitsbereichen der Förderungsempfänger.
Der seit Februar 2009 amtierende Sportminister Norbert Darabos begrüßt den Bericht als Anstoß für eine Diskussion über die Sportförderung in Österreich. "Der Bericht gibt mir Rückenwind für eine umfassende Förderreform. Die Kritik am derzeitigen System ist durchaus berechtigt. Das Modell der Sportförderung stammt wesentlich noch aus der Nachkriegszeit und ist mittlerweile längst reformbedürftig. Ich will daher bis 2011 ein neues Sportförderungsgesetz vorbereiten", so Norbert Darabos, der bereits vor dem Sommer eine Reformgruppe eingesetzt hat, die die Grundlagen für ein neues Bundes-Sportförderungsgesetz erarbeiten soll. In die Arbeitsgruppe eingebunden sind neben der Bundes-Sportorganisation die Fach- und Dachverbände.
"Drei Punkte sind mir wichtig: Die Förderung muss künftig gezielter eingesetzt werden, es darf keine Gießkanne mehr geben. Die Förderung muss direkter an die Sportler gehen, es versickert zu viel Geld in der aufgeblähten Verwaltung. Und sie muss transparenter gemacht werden und einem professionellen Controlling unterliegen", erklärt der Sportminister.
Erste Schritte bereits gesetzt
Erste Schritte für ein zeitgemäßes Fördermanagement wurden seit dem Frühjahr bereits gesetzt. So wurde die Spitzensportförderung unter dem Titel "TEAM-ROT-WEISS-ROT" auf neue Beine gestellt und zur besseren langfristigen Koordination im Sportstättenbau die Entwicklung eines Spitzen-Sportstättenplans in Auftrag gegeben. Im Rahmen des neu geschaffenen § 11a des Bundes-Sportförderungsgesetzes wird derzeit auch ein neues Förder- und Abrechnungsmanagement mit bedarfsorientierter und maßnahmenbezoger Vergabe und einer transparenten Abrechnung mit Vor-Ort-Kontrollen umgesetzt.
03.11.2009
12:36
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