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Sportministertreffen in Madrid: Darabos fordert strengere Bedingungen auf europäische Ebene

Am 21. April fand das erste Informelle Sportministertreffen seit dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon statt. Österreich war durch Sportminister Mag. Norbert Darabos hochkarätig vertreten.

 Die Diskussionen stand ganz im Zeichen der neuen EU-Kompetenz im Sport. Bundesminister Norbert Darabos forderte EU-weit strenge Anti-Doping-Gesetze nach dem Vorbild Österreichs. "Es geht nicht an, dass einzelne EU-Länder wie Österreich bei Doping-Vergehen hart durchgreifen, während sich  andere zurücklehnen und eine eher halbherzige Politik betreiben", so Darabos. Doping sei ein weltweites Problem, so der österreichische Sportminister: "Nur wenn wir den Kampf gegen Dopingmissbrauch gemeinsam führen, werden wir auch erfolgreich sein. Wir haben in Österreich mit der Möglichkeit der strafrechtlichen Verfolgung von Dopingsündern einen Meilenstein gesetzt. Österreich hat eines der härtesten Anti-Doping-Gesetze in Europa. Andere Länder sollten hier
nachziehen."

Österreich hat seit 1. Jänner 2010 die Gangart im Kampf gegen Doping verstärkt. Durch die Verankerung des Betrugs durch Doping im Sport im § 147 Strafgesetzbuch wurde ein klares Signal gesetzt. "Täuschung durch Doping ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein von der Gesellschaft abgelehntes Verhalten. Durch die Verankerung im Strafgesetzbuch soll auch eine höchstmögliche Präventionswirkung erzielt werden", so Darabos.
Das Treffen in Madrid diente der Vorbereitung des ersten formellen Sportministerrats in der Geschichte der EU am 10. Mai in Brüssel.

Durch den Vertrag von Lissabon erhält die EU neue Kompetenz im Bereich des Sports. Zwei Mal jährlich sollen formelle EU-Sportministertreffen stattfinden. Darüber hinaus soll ein EU-Sportprogramm entwickelt werden.

Sportministerrat in Madrid
23.04.2010 13:32

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