Sportleistungszentren

  1. Österreichisches Leistungssportzentrum Südstadt
  2. Bundesliga-Nachwuchszentren/Fußball-Akademien
  3. Nordisches Ausbildungszentrum Eisenerz
  4. Skihandelsschule Schladming

Folgende Leistungszentren werden durch die Sektion Sport im Sportministerium gefördert:

  • Österreichisches Leistungssportzentrum Südstadt
  • Bundesliga Nachwuchszentren/Fußball-Akademien
  • Nordisches Ausbildungszentrum Eisenerz
  • Skihandelsschule Schladming
  • Tischtennis-Leistungszentrum Stockerau
  • Basketball-Leistungszentrum Klosterneuburg, St. Pölten, Wien
  • Leistungszentrum Dornbirn und St. Pölten

Österreichisches Leistungssportzentrum Südstadt

Das Österreichische Leistungssportzentrum Südstadt (ÖLSZ), das im Jahr 2000 sein 25-jähriges Bestandsjubiläum feierte, beruht auf einem Konzept, das auch für viele ähnliche Einrichtungen in den Bundesländern richtungweisend ist. Es handelt sich um ein österreichisches Modell, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, österreichische Athleten an die Europa- und Weltklasse heranzuführen und Talente im Schulalter bei der Doppelbelastung Sport - Schule bestmöglich zu unterstützen.

Im ÖLSZ trainieren derzeit rund 150 Athleten. Zur Unterstützung der fachlichen Arbeit wurde ein Förderverein gegründet. Dem Verein gehören Vertreter aller im ÖLSZ untergebrachten Fachverbände an. Weitere Mitglieder sind das Bundesministerium für Landesverteidigung, das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das Sportministerium, der Niederösterreichische Landesschulrat und die Österreichische Bundes-Sportorganisation. Das Sportministerium fördert den Verein jährlich mit rund 50.000,-- Euro.

Neben der Betreuung im Rahmen des Heeres-Sportzentrums (Sportsoldaten) wurde die Gründung zweier Schulversuche angestrebt, um eine bessere Symbiose Schule - Sport zu erreichen. Die Einrichtung eines fünfjährigen Oberstufenrealgymnasiums bzw. einer vierjährigen Handelsschule ermöglicht die Lehrstoffverteilung über einen größeren Zeitraum und somit eine bessere Anpassung an Wettkampf und Training.

Durch die vertragliche Bindung der Trainer an den Förderverein wurde die Zusammenarbeit Trainer-Athleten-Schule im ÖLSZ entscheidend verbessert. Die Motivation der Trainer wurde zusätzlich durch die Ausschüttung von Erfolgsprämien verbessert.

Zum Seiteninhalt

Bundesliga-Nachwuchszentren/Fußball-Akademien

Das Projekt Bundesliga-Nachwuchszentren (BNZ) hat die Aufgabe, talentierte Fußball-Nachwuchsspieler unter dem Motto "Mit Jüngeren vermehrt über einen längeren Zeitraum Technik trainieren" an das Niveau der Bundesliga heranzuführen.

Seit dem Jahre 1999 wurden neben den BNZ auch Fußball-Akademien gegründet, die erweiterte Voraussetzungen im pädagogisch-kooperativen sowie im sport-infrastrukturellen Bereich erfüllen müssen.

Seit dem Bestehen dieser Einrichtung hat bereits eine nicht unbedeutende Anzahl von jungen Spielern in den Kadern von Mannschaften der ersten drei Spielklassen Platz gefunden. Vereinzelt fanden Spieler aus den BNZ auch im Nationalkader Aufnahme.

Unübersehbar ist allerdings das Problem der Überleitung von jungen, talentierten Spielern in die Kampfmannschaft von Mannschaften der obersten Spielklasse. Aus der Sicht der Sektion Sport im Sportministerium hängt dies mittelbar mit dem hohen Anteil von ausländischen Spielern zusammen. Dies zeigt sich letztlich in den Ergebnissen der Nationalteams; bis zur U-19 Mannschaft sind die Ergebnisse bei internationalen Bewerben akzeptabel - ab dem Bereich U-21 nur mehr äußerst mäßig.

Zum Seiteninhalt

Nordisches Ausbildungszentrum Eisenerz

Das Nordische Ausbildungszentrum (NAZ) betreut insgesamt rund 50 Sportler aus sieben Bundesländern. Das NAZ ist derzeit die einzige Institution in Europa, die eine Berufsausbildung mit einer Sportausbildung auf hohem Niveau verbindet. Die Sportler des NAZ werden in unterschiedlichen Berufen ausgebildet, darüber hinaus werden Schüler des neunten Schuljahres in die sportliche Ausbildung integriert.

Das Training im NAZ weist einen qualitativ ausgezeichneten Standard auf und ermöglicht immer wieder Sportlern den Sprung in die Kader des Österreichischen Skiverbandes. Die Kooperation mit dem Bundes-Fachverband und seinen Trainern ist hervorragend und wirkt sich positiv aus.

Zum Seiteninhalt

Skihandelsschule Schladming

Ende der Neunzigerjahre wurde neben der Handelsschule und der Skihandelsschule ein Aufbaulehrgang mit Maturaabschluss installiert, der sich auch bestens bewährt hat. Die Finanzierung des Sportbetriebes an der Skihandelsschule wurde geregelt. Ein Teil des finanziellen Aufwandes für das Training wird vom Sportministerium, von der Rechtsabteilung 13 der Steiermärkischen Landesregierung, der Landessportabteilung und nicht zuletzt auch von der Stadtgemeinde Schladming finanziert.

Die drei Schultypen - Handelsschule, Skihandelsschule und HAK-Aufbaulehrgang beginnen ihren Unterricht bis auf weiteres in der letzten Woche im August. Das erste Semester dauert bis Weihnachten, das zweite Semester beginnt am zweiten Montag im März und dauert bis Schulschluss der westlichen Bundesländer. Die Verkürzung des Unterrichtsjahres wird durch eine Erhöhung der Wochenstundenzahl wettgemacht.

Die Wintermonate stellen für Schüler und Lehrer aber keine Ferien dar, sondern gelten lediglich als unterrichtsfreie Zeit. Alle Schüler müssen verschiedene Aufgaben zu vorgegebenen Terminen abgeben, die von den Lehrern korrigiert werden, damit ein nahtloser Übergang ins Sommersemester gewährleistet ist. In der unterrichtsfreien Zeit sind die Skischüler hauptsächlich mit Training und Wettkämpfen beschäftigt. Die Schüler der Regelhandelsschule und des HAK-Aufbaulehrganges haben die Möglichkeit, durch Ferialarbeiten Erfahrungen für das Berufsleben zu sammeln.

Absolventen wie Renate Götschl, Alexandra Meissnitzer, Christian Mayer und Fritz Strobl lassen die Bedeutung dieser Einrichtung erkennen und zeichnen Schladming wohl als eine der bedeutendsten alpinen Ausbildungsstätten für Leistungssport aus.

Zum Seiteninhalt