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Formeller Sportministerrat in Brüssel am 18. November 2010

Am 18. November 2010 fand unter der Belgischen EU-Ratspräsidentschaft der 2. formelle Sportministerrat in Brüssel statt.

Einleitend wies die für den Sport zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou darauf hin, dass die von der Kommission angekündigte, den Sport betreffende Mitteilung zum Lissabon-Vertrag derzeit fertig gestellt wird. Die Mitteilung wird das "Weißbuch Sport" in einigen zentralen Bereichen ergänzen und neue Maßnahmen zur Umsetzung der Vertragsbestimmungen des Sportartikels (Art. 165) vorschlagen.

Die Entschließung des Rates zu einem strukturierten Dialog über Sport auf EU-Ebene wurde vom Sportministerrat angenommen. Die vorherige spanische EU-Ratspräsidentschaft hatte unter Bezugnahme auf Art. 165 Abs. 3 einen verstärkten EU-Dialog mit Akteuren des Sportsektors vorgeschlagen, um einen ständigen und gut strukturierten Gedankenaustausch über die Prioritäten und die Durchführung der Zusammenarbeit im Sportsektor auf EU-Ebene zu gewährleisten. Dazu sollen regelmässig - üblicherweise am Rande einer Ratstagung - informelle Treffen der EU-Behörden und des Sportsektors zum Meinungsaustausch zu Fragen des Sports in der EU einberufen werden.   

Darüber hinaus wurden die Schlussfolgerungen des Rates zur "Rolle der EU im internationalen Kampf gegen Doping" verabschiedet. Die Einigung auf gemeinsame Prinzipien zu diesem Thema ist umso wichtiger, als die Standpunkte der EU und ihrer Mitgliedsstaaten angesichts der unterschiedlichen Zuständigkeiten auf Europäischer Ebene gegenüber der WADA effizient koordiniert werden müssen. Den Standpunkten der EU und ihrer Mitgliedsstaaten soll bei den Beratungen der WADA gebührendes Gewicht beigemessen werden. Die Vorreiterrolle Österreichs im Kampf gegen Doping wurde bei der Erarbeitung der Schlussfolgerungen im Rahmen des letzten, informellen Sportministertreffens in Antwerpen durch den Generaldirektor der WADA, David Howman, explizit hervorgehoben.  

Ein besonderes Anliegen war im Rahmen der Sitzung Sportminister Darabos die verabschiedete Entschließung des Rates zur "Rolle des Sports als Grundlage und Antrieb für aktive soziale Eingliederung". 2010 ist das "Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung". Die Entschließung betont den Charakter des Sports als Instrument zur Förderung der sozialen Eingliederung und des sozialen Zusammenhalts. Gleichzeitig wird die Kommission aufgefordert, dies als eine Priorität für die Zusammenarbeit im Bereich des Sports auch in Ihrer Mitteilung zu berücksichtigen. 

In der darauf folgenden Orientierungsaussprache zum Thema "Soziale Teilhabe im Sport und durch den Sport" wurden beispielgebende Projekte im Bereich der Förderung sozial benachteiligter Gruppen auf der europäischen Ebene diskutiert.

Im Zuge der Sitzung hat sich gezeigt, dass Österreich durch die Förderung zahlreicher Projekte, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen, im europäischen Vergleich eine sehr gute Ausgangsposition hat. Der Fokus liegt auf Initiative von Sportminister Darabos hin - neben den großen Anstrengungen der Bundes-Sportförderung für den Behindertensport - auf der Unterstützung von Projekten zur Eingliederung von Migrantinnen und Migranten in den regulären Sportbetrieb in Österreich. Eine zentrale Zielsetzung dabei ist die Unterstützung der Selbstorganisation, um ZuwandererInnen einen Weg in den regulären "organisierten Sport" zu ermöglichen.

In diesem Zusammenhang sei auf die vom Sportministerium geförderte FairPlay-Initiative am Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC) hinweisen, die in einer Reihe von integrativen und interkulturellen EU-Projekten im Bereich Sport, Integration und Antidiskriminierung federführend tätig ist.