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Sie befinden sich hier: Home. Themen. Europäische Sportpolitik. EU- Ratspräsidentschaften. Ratspräsidentschaft 2011. Polnische Ratspräsidentschaft 2011. Sportministertreffen.

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Informelles Sportministertreffen am am 13. und 14. Oktober 2011 in Polen

Am 13. und 14. Oktober 2011 fand ein Informelles Sportministertreffen unter der Polnischen EU-Ratspräsidentschaft in Krakau statt.

Der polnische Ratsvorsitzende, Adam Giersz, Minister für Sport und Tourismus, betonte eingangs, dass das Thema der Spielmanipulation im Sportbereich umfassend auf EU-Ebene diskutiert wird. Spielmanipulation stellt neben Doping eine ernsthafte Gefahr für die Integrität des Sports dar. Die EU-Ratspräsidentschaft setzte sich daher - nach dem Vorbild Österreichs, wo aus Anlaß der Dopingproblematik ein solcher Schritt bereits gesetzt wurde - für die Aufnahme eines Tatbestands "Sportbetrug" in nationale Strafrechtskataloge ein. Darüber hinaus will der EU-Ratsvorsitz die Kooperation zwischen Strafverfolgungsbehörden, Sportorganisationen und Glücksspielanbietern verbessern.

Sportminister Norbert Darabos hat darauf hingewiesen, dass es einer von allen EU-Mitgliedstaaten getragenen Initiative zur raschen Feststellung von Wettmanipulationen bedarf. Vor allem der Bereich des Monitorings von Sportwetten muss effizienter koordiniert werden. Darüber hinaus ist Sportminister Darabos, wie von den Europäischen Lotterien vorgeschlagen, für die Schaffung einer internationalen Agentur zur Überwachung von Sportwetten und Bekämpfung von Spielmanipulation eingetreten.

Vorgesehen ist die Annahme einer Erklärung zur Spielmanipulation beim EU-Sportministerrat am 29. November 2011 in Brüssel.

Das Hauptthema des zweiten Tages war der von Österreich während seiner EU-Ratspräsidentschaft lancierte Bereich "Sport und Ökonomie". Die EU-Ratspräsidentschaft hob den enormen wirtschaftlichen Beitrag hervor, den der Sport für die Gesellschaft erbringt, z.B. im Rahmen von Sportgroßveranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen. Die EU-Sportminister begrüßten zudem die Aufnahme des Sports in den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU, wie von der Kommission am 29. Juni 2011 vorgeschlagen. 

HBM Mag.  Norbert Darabos und Mag. Harald Treiber

HBM Mag.  Norbert Darabos und Mag. Harald Treiber

Polen übernimmt EU-Ratspräsidentschaft

Am 1. Juli hat Polen turnusmäßig von Ungarn die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernommen. In den nächsten sechs Monaten wird Polen den Vorsitz im EU-Ministerrat leiten und damit die Arbeiten des Rats in den unterschiedlichsten Politikfeldern federführend koordinieren - von der Agrarpolitik über Einwanderung und Asyl bis hin zur europäischen Sportpolitik. Im Sportbereich will sich die polnische Präsidentschaft prioritär mit folgenden Themen auseinandersetzen:

Prioritäten im Sport

  • Gefahren für die Integrität von Sportveranstaltungen, insbesondere Spielmanipulation und Doping
  • Soziale Dimension des Sports, insbesondere Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit
  • Entwicklung einer auf "wirtschaftlichen Fakten" basierenden Sportpolitik
Am 13. Juli ging Adam Giersz, polnischer Minister für Sport und Tourismus, ausführlich auf die Prioritäten der polnischen Präsidentschaft vor den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT) des Europäischen Parlaments ein. "Unsere Pläne sind sehr ehrgeizig", erklärte Giersz. Giersz erläuterte, dass die polnische Präsidentschaft aufgrund jüngster Skandale das Thema der Spielmanipulation umfassend angehen wolle. Spielmanipulation, so Giersz, stelle neben Doping eine ernsthafte Gefahr für die Integrität des Sports dar. Nach Angaben von Giersz wolle sich Polen für die Aufnahme eines Tatbestands des "Sportbetrugs" in nationale Strafrecht-kataloge einsetzen. Darüber hinaus wolle Polen die Kooperation zwischen Strafverfolgungsbehörden, Sportorganisationen und Glücksspiel-anbietern stärken sowie den Respekt der Rechte von Sportveranstaltern sichern. Vorgesehen sei die Annahme einer Erklärung durch die Sportminister zur Spielmanipulation bei ihrem Treffen im November.

Ein EU-weit koordiniertes Vorgehen, so Giersz, sei auch im Kampf gegen Doping nötig. Aus diesem Grund befürworte die polnische Präsidentschaft die Stärkung der Stellung der EU innerhalb der bestehenden WADA-Strukturen. Auch auf diesem Gebiet arbeitet Polen auf die Annahme einer Resolution durch den Sportministerrat hin.

Darüber hinaus werde sich die polnische Präsidentschaft auch verstärkt mit der sozialen Rolle des Sports befassen. Einen besonderen Schwerpunkt werde Polen auf das Thema Ehrenamt legen. Die Bedingungen für ehrenamtliche Tätigkeiten in der EU müssten verbessert werden, so Giersz. Auch auf diesem Gebiet strebt Polen eine Erklärung des Sportministerrates an. Im September wird die polnische Präsidentschaft zudem eine Konferenz zum Thema Ehrenamt im Sport in Warschau organisieren.

Darüber hinaus wolle Polen in den sechs Monaten bis zur Übernahme der Präsidentschaft durch Dänemark auch den wirtschaftlichen Beitrag hervorheben, den der Sport für die Gesellschaft erbringt, z.B. im Rahmen von Sportgroßveranstaltungen. 2012 wird Polen die Fußball-Europameisterschaft ausrichten. Einige Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung des Sports werden während des informellen Treffens der Sportminister in Krakau in Polen präsentiert. Giersz begrüßte auch die Aufnahme des Sports in den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen, wie von der Kommission am 29. Juni vorgeschlagen.

Die polnische Ratspräsidentschaft plant die Annahme folgender Dokumente durch den Sportministerrat:

Erklärungen und Schlussfolgerungen

  • Schlussfolgerungen zum Kampf gegen Spielmanipulation
  • Schlussfolgerungen zur "Rolle von ehrenamtlicher Tätigkeit im Sport bei der Förderung aktiver Bürgerschaft"
  • Erklärung des Ministerrats zur "Vertretung und Koordinierung der EU-Position in der WADA"
Unter polnischer Präsidentschaft werden folgende sportrelevante Veranstaltungen stattfinden:

Sportrelevante Termine

  • 18.-19. Juli: Konferenz "Ensuring equal chances through sport participation as a social policy element" in Breslau, Polen
  • 13.-14. September: Konferenz "From volunteering to leadership in sport" in Warschau, Polen
  • 20. September: Konferenz zum Thema "Spielmanipulation" in Brüssel, Belgien
  • 13.-14. Oktober: Informelles Sportministertreffen in Krakau, Polen
  • 29. November: Formeller Sportministerrat sowie Treffen mit Vertretern von Sportverbänden im Rahmen des "Strukturierten Dialogs" in Brüssel, Belgien
  • 14.-16. Dezember: EU Sportdirektorentreffen in Danzig, Polen