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EU-Ratspräsidentschaft 2013

Am 26. November 2013 fand im Rahmen der 3275. Tagung des RATES DER EUROPÄISCHEN UNION (BILDUNG, JUGEND, KULTUR UND SPORT) ein Formeller Sportministerrat unter der Litauischen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel statt.
Dabei wurde die Empfehlung des Rates zur sektorübergreifenden Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität angenommen. Nach dieser Empfehlung des Rates sollen die Mitgliedstaaten eine nationale Strategie, einen Aktionsplan und Instrumente für die sektorübergreifende Unterstützung gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität entwickeln. Empfohlen werden darüber hinaus die Schaffung nationaler Kontaktstellen für gesundheitsfördernde körperliche Aktivität (focal points) sowie eine enge Kooperation zwischen den Mitgliedstaaten. Außerdem wird den Mitgliedstaaten vorgeschlagen, relevante Daten für die verschiedenen thematischen Bereiche zu ermitteln.

Zudem wurden Schlussfolgerungen des Rates betreffend den Beitrag des Sports zur Wirtschaft der EU, insbesondere zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und zur Förderung der sozialen Inklusion angenommen. Die Schlussfolgerungen haben zum Ziel, die Beschäftigung junger Menschen zu fördern und ihren Rückzug aus der Gesellschaft zu verhindern, wobei dem Sport dabei eine Schlüsselrolle zukommt. Gefordert wird beispielsweise die Einbindung junger Menschen in den Sport, insbesondere in den Breitensport, um entsprechende soziale Erfahrungen zu sammeln, die für das weitere Berufsleben förderlich sind.

Im Anschluss wurde eine Orientierungsaussprache zum Thema Good Governance im Sport abhalten. Die Mitgliedstaaten sprachen sich insbesondere für die Einhaltung folgender Grundsätze einer Good Governance aus:

  • Autonomie innerhalb des gesetzlichen Rahmens
  • Schutz minderjähriger SportlerInnen
  • Angemessene Verhaltens- und Verfahrenskodizes
  • Finanzielles Fair Play
  • Integrität von Sportwettkämpfen

Ich habe in der Diskussion darauf hingewiesen, dass es einer Verbesserung der Zusam-menarbeit zwischen den europäischen Organisationen insbesondere im Bereich der Wettbetrugsbekämpfung bedarf.
Ein weiterer wesentlicher Grundsatz einer Good Goverance ist die Transparenz der Ent-scheidungsfindung über Förderungen, Schwerpunktsetzungen und Zielvereinbarungen im Sport. In Österreich wird seit mehreren Jahren ein institutionalisierter Dialog mit den Sportverbänden bei der Frage der Förderung gepflogen. Das zentrale Element bei der Vergabe dieser Mittel sind Verbandsgespräche, bei denen gemeinsam über langfristige Strategien in den einzelnen Sportarten gesprochen wird. Diese Praxis hat sich sehr be-währt und darauf baut auch die Reform des österreichischen Sportförderwesens auf.

Mai 2013

Am 17. Mai 2013 fand im Rahmen der 3239. Tagung des RATES DER EUROPÄISCHEN UNION (BILDUNG, JUGEND, KULTUR UND SPORT) ein Formeller Sportministerrat unter der Irischen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel statt.

Der Ratsvorsitz berichtete über den Sachstand hinsichtlich der Ermächtigung der Europäischen Kommission, sich im Namen der EU an den laufenden Verhandlungen über ein internationales Übereinkommen des Europarates zur Bekämpfung der Manipulation von Sportergebnissen zu beteiligen.

Darüber hinaus wurden die Schlussfolgerungen des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten zu dualen Karrieren von Sportlern angenommen.

Basierend auf den in den EU-Leitlinien für duale Karrieren im Sport enthaltenen Grundsätzen und unter Einbeziehung aller einschlägigen Akteure soll ein politischer Rahmen und/oder nationale Leitlinien für duale Karrieren ausgearbeitet werden.

Die Mitgliedstaaten der EU werden beispielsweise ersucht,

  • die Sektor übergreifende Zusammenarbeit zu fördern und innovative Projekte sowie Forschungsarbeiten zur Ermittlung und Lösung von Schwierigkeiten, die sich für Leistungs- und Hochleistungssportler in Bezug auf Bildung und Arbeitsplatz stellen, zu unterstützen,
  • zwischen den Mitgliedstaaten den Austausch von bewährten Verfahren und Erfah­rungen in Bezug auf duale Karrieren auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu fördern,
  • Sportorganisationen und Bildungseinrichtungen dazu anzuhalten, dafür zu sorgen, dass zur Unterstützung von Leistungs- und Hochleistungssportlern, die eine duale Karriere einschlagen, nur entsprechend qualifiziertes oder ausgebildetes Personal - sei es ent­geltlich oder in Form von Freiwilligentätigkeit - eingesetzt wird,
  • die Anleitung und Unterstützung für Hochleistungssportler, die ihre Karriere beenden möchten, zu fördern, so dass sie sich nach Abschluss ihrer sportlichen Karriere auf eine berufliche Laufbahn auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereiten, diese beginnen und aufbauen können;

Österreich hat mit dem "Interaktionsmodell Nachwuchsleistungssport in Österreich" und dem Verein Karriere danach (KADA) bereits ausgezeichnete Voraussetzungen geschaffen, Nachwuchsathleten und -athletinnen optimal auf eine Spitzensportkarriere vorzubereiten und durch die gleichzeitige Ausbildung Probleme, die nach Beendigung der Karriere und dem Eintritt in den Arbeitsmarkt auftreten können, zu vermeiden.

In der darauf folgenden Orientierungsaussprache zum Thema "Die Rolle der staatlichen Behörden bei der Bekämpfung immer ausgefeilterer Dopingmethoden im Sport" hat Sportminister Mag. Gerald Klug eine verstärkte Zusammenarbeit der Nationalen Anti-Doping Agenturen innerhalb der EU, und mehr Forschung gefordert, um die Effizienz von Dopingkontrollen sicherzustellen und  den Nachweis von verbotenen Substanzen oder Behandlungsweisen zu verbessern.

Zudem verwies er darauf, dass effiziente Sanktionen bei Unzulänglichkeiten der Anti-Doping Arbeit verhängt werden müssen, um die Integrität des Sports zu gewährleisten.

Namen von links nach rechts: Mag. Harald Treiber, Mag. Marcel Chahrour, Sportminister Mag.Gerald Klug

Namen von links nach rechts: Mag. Harald Treiber, Mag. Marcel Chahrour, Sportminister Mag. Gerald Klug
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